Beim zweiten Kind ist alles anders

IMG_2745

Hallo zurück!

So oft habe ich mich gefragt, was ich wohl beim zweiten Kind anders machen würde/werde. Die Umstände und bisherigen Erfahrungen sind gänzlich anders als noch beim ersten Kind. Hier ein paar Dinge, die ich, zum Teil geplant, zum Teil nicht, denn: Beim zweiten Kind ist alles anders!

Ich trage (noch) mehr.
Das Tragetuch lag schon bereit, als ich mit unserer kleinen Tochter nach Hause kam. Mein Plan war und ist es, sie so viel wie möglich zu tragen. Sowohl am Vormittag, wenn ich (ab und zu) den Haushalt mache oder koche. Und nachmittags wenn der große Bruder zu Hause ist, ist für mich das Tragetuch ohnehin unentbehrlich. Die kleine Maus schläft übrigens zumeist prima im Tuch. Auch wenn wir unterwegs sind, ist das Tragetuch – im Gegensatz zum Kinderwagen – unser ständiger Begleiter.

Ich pucke.
Unser Sohn wurde gepuckt, weil er als Baby viel geweint hat und er im gepuckten Zustand Erholung zu finden schien. Unsere Tochter wird nun ebenfalls gepuckt. Nicht, weil sie viel weint, sondern weil es in meinem Kopf schon so drin ist. Wir pucken nicht täglich, aber wenn wir das Gefühl haben, wir könnten mal wieder etwas mehr Schlaf vertragen. Manchmal klappt das tatsächlich! Die Hebamme bestätigte gleich beim ersten Besuch: Ein gepucktes Baby schläft locker eine Stunde länger am Stück. Word! Nachtrag: Das gilt leider nicht für Babys, die viel spucken.

Ich wechsle nachts keine Windeln.
Dafür hab ich echt keinen Nerv mehr 😀 Das habe ich schon beim ersten Kind recht früh eingestellt und nun wechsle ich ebenfalls nur im Notfall die Windel. Bisher gab es nie ein Unglück und ich kenne kein Baby, das sich über eine vollgepullerte Windel beschwert.

Ich sorge mich weniger.
Das Baby schläft superschlecht? Kackt sich die Seele aus dem Leib? Alles klar, Zähne. So oder so ähnlich. Ich mache mir Gedanken, was los ist, aber ich sorge mich deutlich weniger. Das liegt an meinem Erfahrungsschatz, auf den ich nach einem Kind bereits zurückblicken kann. Ich google mich nicht mehr durch den Tag und beobachte, statt gleich panisch zu werden. Das tut wirklich gut.

Ich stille öfter.
Ich erinnere mich, dass ich mal einen Artikel gelesen habe, in dem kritisiert wurde, dass manche Babys immer gleich „die Brust oder den Schnuller in den Mund gestopft bekommen“, sobald etwas ist. Irgendwie klang das Ganze plausibel. Man solle erst einmal abwarten und checken, was wirklich los ist, das Baby schreie nicht grundlos.
Entgegen dieser Meinung bekommt mein zweites Kind sehr wohl häufig „die Brust in den Mund gestopft“ wenn sie unruhig wird. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Ganz im Gegenteil: Sie ist danach meist zufrieden und glücklich.
Sicher sind diese Punkte weniger als Tipps zu verstehen sondern als kleiner Einblick. Jedes Baby ist anders, jedes Elternteil ist anders und jeder muss für sich herausfinden, womit es ihr/ihm gut geht.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Gibt es etwas, was ihr beim zweiten (dritten, …) Kind bewusst anders macht? 

Ich hoffe ich komme bald auch mal dazu über unseren Alltag mit zwei Kindern zu berichten.

f8792-signature

2 Replies to “Beim zweiten Kind ist alles anders”

  1. Das beruhigt mich gerade seeeehr! Zweites Kind ist hier in Planung aber irgendwie mach ich mir viiiiel zu viele Sorgen wie es sein wird… Ich hoffe jetzt es wird entspannt! 🙂 grüsse aus Zürich
    Tanja

  2. Stimmt total 🙂
    Glg

Schreibe einen Kommentar