Das Kartenhaus bricht zusammen – Wenn Mama krank ist

Wenn Mama krank ist

Das sonst halbwegs gut funktionierende Kartenhaus bricht hier jährlich ein paar Mal völlig in sich zusammen. Nämlich genau dann, wenn ich, in den meisten Fällen auch noch ein oder nun zwei Kinder, krank sind.

Wenn Mama krank ist
Ich kämpfe mich irgendwie durch den Tag. Versorge mich mit Tee, versuche meine Kraft zu schonen. H1 darf dann einen Film schauen oder anderweitig Dinge tun, die ihn möglichst gut beschäftigen. Das klappt mal besser, mal schlechter. Wenn er selber krank ist, ist hier die Hölle los.

Aber jedes Mal in dieser Situation stelle ich fest: Das System funktioniert nur so lange, wie keiner ausfällt. Das große Problem ist, dass wir keinerlei familiäre Unterstützung erfahren. Es ist niemand in Reichweite; meine Eltern arbeiten oder segeln um die Welt. Ich weiß nicht, wie oft ich schon nach Leihomas gesucht habe. Bisher war die Suche erfolglos bzw. es boten sich nur gegen Entgelt Betreuungspersonen an. Ich bin mir sicher, dass meine Freundinnen mir versuchen würden zu helfen. Das ist toll, aber fast alle haben selber Kinder zu versorgen. Mein Mann ist dann meist so nett und nimmt spontan Urlaub um mir etwas Schlaf zu verschaffen. Aber das kann nicht die Lösung sein. Vielleicht sollte ich mich aktiv um eine Art „Notfallplan“ für solche Tage bemühen, bestehend aus Freundinnen oder kostenpflichtigen Betreuungsangeboten?

Immer und immer wieder finde ich mich in dieser Situation und jedes Mal beneide alle, die familiäre Unterstützung erfahren dürfen. Das ist so eine tolle Sache und aus meiner Sicht fast schon notwendig. „Es braucht ein ganzes Dorf..“ sagt man. Und das kann ich wirklich nur bestätigen. Nicht nur im Krankheitsfall übrigens.

Bin ich eine Mimose? Wie macht ihr das? Habt ihr eine Idee für mich?
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