Entschleunigung im Alltag – Wie ich als hochsensible Mutter überlebe

Entschleunigung fuer hochsensible Muetter

Mich in meiner Rolle als hochsensible Mutter einzufinden, hat beinahe 4,5 Jahre gedauert. Inzwischen fühle ich mich sicher und angekommen in meiner Rolle. Bis hierher liegt ein anstrengender Weg hinter mir, der mich so manches Mal hat zweifeln lassen. Ich wäre besser keine Mutter geworden, dachte ich in besonders „harten“ Zeiten.

Nun, das kann ich wirklich sagen, habe ich mich eingefunden. Ich weiß, was mir gut tut und was ich im Alltag brauche, um als hochsensible Mutter „zu überleben“. Was genau ich unternommen habe, um meinen Alltag für alle bewusst einfacher und ruhiger zu gestalten, teile ich mit euch. Zum ersten Teil geht es hier lang.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Entschleunigung im Alltag. Das klingt so einfach und ist so verdammt schwer umzusetzen.

Immer in Action

Der Frühling ist da, eine wunderbare Zeit, in der wir so oft wie möglich nach Draußen möchten. Früher waren wir jeden Tag wo anders unterwegs. Hier Spielplatz, da Bauernhof, hier Park, da Freunde. Das war rückblickend sehr bereichernd, aber viel zu anstrengend für uns zarte Seelchen 😉 Die Folge waren Überreizung und schlechte Laune.

Abgesehen davon, dass mir mittlerweile die Zeit fehlt, jeden Tag etwas anderes zu unternehmen, vermeide ich diesen Freizeitstress ganz bewusst. Ich mag Freizeitstress nämlich eigentlich gar nicht und habe erst spät verstanden, was genau diese täglichen Unternehmungen da in uns auslösen. Ganz nach dem Motto „Das Gegenteil von Gut ist gut gemeint“. Denn wenn der Tag stressig und überwältigend ist, wirken meine feinen Antennen oft wie eine Last oder ein Problem, das ich lieber nicht hätte.

Slow down, Muddi

Ich habe zwar keine festen Regeln, an die ich mich bezüglich der Enschleunigung halte, aber was ich konkret tue, ist Folgendes:

  • Verabredungen reduziere ich auf zwei, max. (!) drei Mal/Woche
  • Ich kümmere mich um die wichtigsten To Dos, alles andere muss warten und wird von Zeit zu Zeit erledigt
  • Den Haushalt erledige ich nicht nur in meiner Arbeitszeit und am Wochenende, sondern nun auch, wenn die Kinder am Nachmittag zu Hause sind und spielen
  • Ich achte mehr auf meine persönlichen Empfindungen und Bedürfnisse, auch wenn das bedeutet zu anderen „Nein“ zu sagen
  • Meditationen sind ein fester Bestandteil meines Alltags geworden

Entspannung für zarte Seelchen

Seit ich die Zügel etwas gelockert habe, geht es uns allen deutlich besser. Wir sind entspannter und der Alltag strengt mich (etwas) weniger an. Es bleibt auch mehr Zeit für uns exklusiv als Familie, um den Tag und Erlebnisse zu besprechen, um gemeinsam zu lesen oder zu spielen. Oder eben den Haushalt zu machen.

Durch diese entspanntere Gestaltung unseres Alltags erlebe ich die Hochsensibilität viel positiver als zuvor. Genau das war mein Ziel: Mich nicht ständig selber zu übergehen und mich vom Leben überrumpeln zu lassen.

 

Meinen Weg bis hier, hin zu einer zufriedenen, hochsensiblen Mutter, werde ich noch mal für euch festhalten. Ganz bald.

Wie gestaltet ihr euren Alltag? Habt ihr einen festen Plan oder lebt ihr „in den Tag hinein“?


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