Ich wäre besser keine Mutter geworden!

Richtig gelesen. Ich.wäre.besser.keine.Mutter.geworden.

Als ich Mutter wurde, war ich 25. FÜNFUNDZWANZIG! Eine bewusste Entscheidung, die ich nicht bereue. Nur wusste ich damals noch lange nicht, wer ich bin. (Natürlich weiß ich das auch jetzt noch nicht so genau, aber ich habe eine Ahnung davon, wer ich bin und was ich hier tue.)

Hätte, hätte, Fahrradkette

Ich hatte ebenso keinen blassen Schimmer, wie sehr mich die Elternschaft beeinflussen und mitnehmen würde. Und das ist vielleicht auch besser so. Denn hätte ich davon gewusst, hätte ich mich vielleicht anders entschieden. Ja ehrlich! Dann säße ich jetzt vielleicht irgendwo im Biergarten. Oder an einem schicken Infinity-Pool auf Koh Samui. Oder was weiß denn ich. Naja, hätte, hätte, Fahrradkette!

Vollgesabbert und ausgelutscht

Seit neun Monaten bin ich nun zweifache Mama – von Max und Luise. Ich liebe die beiden tierisch und bin glücklich, dass es sie gibt. (War klar, dass dieser Satz kommt, oder? ;))
Mein Leben ist seit ich Mutter wurde eigentlich nicht wieder zu erkennen. Ich selber übrigens auch nicht. Ich bin voller Liebe und total platt. Nicht nur so ein bisschen platt, wie ich es schon immer irgendwie war, sondern richtig. Platt wie eine Briefmarke. Eine alte, vollgesabberte Briefmarke. Platt und dazu genervt und kraftlos.

An den meisten Tagen wünsche ich mir einfach mehr Ruhe und Zeit für mich. Zeit ich selber zu sein. Oder besser: Zeit mich selber zu finden. Und wegen dieser Wünsche habe ich mich lange schlecht gefühlt. Dieser Umstand brachte mich dazu zu denken, es sei besser gewesen, ich hätte keine Kinder bekommen, dazu noch mit Mitte Zwanzig. Was für eine bescheuerte Idee! Meine Gefühle und Gedanken brachten mich und vor allem mein Selbstbild ganz schön ins Wanken. War das alles ein großer, großer Fehler?? Ich wollte immer Mutter werden, und das auch recht jung. Wie konnte es dann sein, dass ich die Ruhe meinen Kindern in so extremer Weise vorzog?

Veränderung brachte dann erst das Wissen über meine Hochsensibilität. Ganz zufällig, weil ich mich wegen Max damit beschäftigt habe.
Heute kann ich besser mit meinem Bedürfnis nach Ruhe und Konfliktfreiheit umgehen, weil ich weiß, dass meine hochsensible Art dafür verantwortlich ist. Diese Tatsache entschuldigt nichts und ändert natürlich nichts im Alltag, abgesehen davon, dass ich weiß, wo meine Gefühle herrühren.

An wessen Bedürfnissen orientiere ich mich?

Denn meine Kraft ist rar, ganz ehrlich. Und sie geht für unseren Tag drauf. Für einen ganz gewöhnlichen Tag ohne Wutanfälle oder sonstige kräftezehrenden Vorkommnisse. Denn ein normaler Tag ist ohnehin schon zu laut und zu chaotisch für mich. Die Rolle als Mutter vereinnahmt mich, hinterlässt mich klein gehackt in viele Stücke. Kräftemäßig jedenfalls, weil mich diese Rolle eben so beansprucht. Ich sehe das Leben da draußen, beneide alle kinderlosen Menschen um ihre freie Zeit, weil meine Bedürfnisse sich sehr von denen meiner Kinder unterscheiden.

Aber ich bin Mutter. Und ich bin es sehr, sehr gerne. Ich bin eben eine hochsensible Mutter und das zu wissen, lässt mich zum Beispiel meine Kraftlosigkeit viel besser ertragen. Ich wachse an dem, was mich umgibt. Meine Kinder lassen mich über mich hinaus wachsen und lassen mich erahnen, wer ich wirklich bin. Sie zeigen mir, wie ich es schaffen kann, meine Mutterrolle und meine Hochsensibilität miteinander zu verbinden; zu verstehen, dass ich ich sein darf. Ich lerne mich selber nicht mehr so defizitär zu betrachten und mir keine Vorwürfe zu machen, welche Mutter ich NICHT bin oder sein kann. Der ständige Blick nach Links und Rechts hat mir extrem viel Energie geraubt. Stattdessen erkenne ich, dass ich, trotz, oder eben gerade wegen meiner Hochsensibilität Dinge anders mache. Das macht mich als Mutter aus. Dieser Schritt, weg von dem wer ich nicht bin, hin zu dem, wer ich bin, hat mir sehr viel Kraft gegeben, die ich vorher vermisst habe und dringend gebraucht hätte.

Erkenntnisgewinn

Und so sehr ich das manche Mal an mir als Mutter gezweifelt habe: Dieser Weg der Erkenntnis, den ich gerade gegangen bin, war für mich absolut existenziell. Ich wette, irgendwann werde ich in der Sonne liegen und unendliche Stille genießen können, so mit 50 dann. Ich werde dankbar zurückblicken. Wäre ich nicht Mutter geworden, läge ich vielleicht in diesem Augenblick irgendwo in der Sonne, aber ich hätte eigentlich keinen blassen Schimmer wer da in der Sonne liegt. Was dieser Mensch alles kann, wo seine Grenzen liegen, was ihn ausmacht und wie voller Liebe er sein kann.

Danke, ihr zwei wunderbaren Wesen, die ihr mich zur Mutter gemacht habt.

 

Gibt es hier andere hochsensible Mamas, die erst spät von ihrer Hochsensibilität erfahren haben? Wie ging es euch bisher als Mama? Hattet ihr sogar ähnliche Gedanken?

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31 Replies to “Ich wäre besser keine Mutter geworden!”

  1. Ach…kommt meine Kraftlosigkeit auch daher?!
    Danke für diesen wunderbaren Artikel! :-*

  2. Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin 38 und Mama von einem 4jährigen Jungen und einem 8 Monate altem Mädchen. Ich hab erst vorletztes Jahr von Hochsensibilität gelesen und festgestellt das so sehr viel davon auf mich zutrifft. Die Gedanke die du beschreibst kenne ich nur zu gut. Ich bin täglich mindestens 2 mal überfordert. Es fällt mir noch recht schwer meine alten Verhaltensmuster aufzugeben und somit ist jeder Tag eine neue emotionale Herausforderung. Und wie Du sagt hätte ich das vorher gewusst, weiß ich nicht ob ich mich für dieses Leben entschieden hätte. Es ist ein Leben in Extremen. Schön und anstrengend, Unterfordung und Überforderng gehen Hand in Hand.Hoch und Tief, Tag für Tag. Das Herz berstet über vor Liebe und kurz danach Fluchtgedanken.
    Verstehen tun es nur die denen es selber so geht, für alle andere müssten wir doch die glücklichsten Menschen der Welt sein. Bin ich und bin ich auch nicht.
    In diesem Sinne Du bist nicht allein.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Lieben Dank für deinen Kommentar. Ich glaube dieses Leben in Extremen, das du auch beschreibst, ist eine wahre Herausforderung. Aber ich finde das Wissen über seine eigene „Welt“ und die damit verbundenen Gefühle ist sehr hilfreich um mit den Extremen zu leben.

  3. Liebe Jil,
    ich danke Dir sehr für Deinen Artikel. Deine Schilderung über den Spagat zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen der Kinder, über den ständigen Blick nach außen und das Gefühl des völligen „Ausgelutschtseins“ kenne ich sehr gut. Meine große Tochter (6 Jahre) gab mir den Anreiz, mich mit Hochsensibilität auseinander zu setzen – und bei der Gelegenheit konnte ich mich bei dieser Zuschreibung gleich einordnen… Gleichzeitig hat mir diese Erkenntnis ermöglicht, mein „Muttersein“ etwas entspannter zu sehen: zum Einen bin ich eigentlich ja auch ganz gut gelungen – und das, obwohl meine Familie keine Idee von Hochsensibilität hatte; meine Tochter wird also auch ihren (vielleicht etwas beschwerlicheren) Weg gehen…. und zum Anderen erlaube ich mir seitdem auch mal größeren Events oder Feiern fern zu bleiben, um meine Kraftreserven zu schonen – durch die Beschäftigung mit dem Thema kann dann inzwischen auch mein Mann diese Entscheidung verstehen!
    Ich bin gespannt, noch mehr von Dir zu lesen.
    Viele Grüße,

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Anika, schön, dass du deine hochsensible Seite erkannt hast und dafür einstehst. Besonders das mit den Events, von denen du auch mal fern bleibst, finde ich eine wichtige Erkenntnis. Ich habe mich selber auch oft für andere verbogen, um Ansprüchen oder vermeindlichen Erwartungen gerecht zu werden. Seit ich das nicht mehr so stark tue, habe ich selber mehr Kraft. Ich freue mich, dass du weiter hier lesen möchtest =)

  4. Ich bin auch eine Hochsensible Mama und weiß es auch erst seit unser Sohn (mittlerweile drei) geboren war und sich als Schreibaby entpuppte. (Als Hochsensible kannst du sicher nachvollziehen dass meine Welt quasi explodiert ist aber wir haben alles gut überstanden).
    Ich hab auch lange das Mantra „Stell dich nicht an!“ hochgehalten aber ich mag mich nicht mehr verbiegen um einen Eindruck zu erwecken der mit mir gar nichts zu tun hat. Ich denke oft ich bin sicher keine herausragend gute Mutter aber sicherlich auch keine schlechte. Da ich älter war als du beim ersten Kind hatte ich nie so den Eindruck ich würde was verpassen da ich meine jungen Jahre gut genutzt und viel erlebt habe und außerdem den Eindruck gewonnen habe dass es nie perfekt ist und vermutlich auch gar nicht sein muss.
    Liebe Grüße

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Ulrike, das kann ich sehr gut nachvollziehen ja. Nicht, dass es nicht ohnehin schon „schlimm“ genug wäre. Ein Schreibaby ist der absolute SuperGAU. Sicher für alle Eltern, aber für Hochsensible noch mal eine andere Nummer, behaupte ich. Unser Sohn hat auch sehr viel geweint anfangs und es hängt mir bis heute in den Knochen. Es ist schön, dass du dich vorher „ausleben“ konntest. Ich glaube das hätte ich im Nachhinein auch getan 😉

  5. Ging mir mit 35 und nur einem Kind auch so.

    Habe es aber ebenso annehmen können. Und darin liegt nicht nur die Kraft, sondern auch der noch folgende weitere Reichtum. <3
    Super zusammengefasst, danke für den Beitrag!

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Verena, danke für deinen Kommentar und die lieben Worte! Ich denke was ich beschreibe kann ganz unabhängig vom Alter, Anzahl der Kinder oder der Hochsensibilität empfunden werden. Jedem kann es so gehen. Ich freue mich, dass du solch positiven Worte findest und hoffe, du kannst das so nach Außen tragen <3

  6. Wie hast du denn erfahren, dass du hochsensibel bist? Wie testet man das? Die Vermutung treibt mich zurzeit auch um, ehrlich gesagt. Danke für den schönen Artikel!

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Simone, danke für deinen Kommentar. Ich habe es bei meinem Heilpraktiker erfahren und als er mir davon erzählte, fiel mir so viel Last von den Schultern, dieses „anders“ sein war plötzlich kein Thema mehr, seit ich weiß, was los ist. Ich bin dafür unglaublich dankbar. Es gibt einen Test auf der Homepage von „Zart besaitet“, der ausführlicher ist als so einige andere. Vielleicht kann dir das weiterhelfen? Sonst schreib mich gerne noch mal an 🙂

    2. Ein guter Indikator: musst Du Dir die Ohren bei Sirenen zuhalten? Und bei bremsenden Zügen?brauchst du in Zug und Flugzeug noise reduction Kopfhörer? Schon immer?Koffein erzeugt Übelkeit?wurde Dir schon immer von bestimmten Gerüchen schlecht?leidest du an einer herztodphobie? Wenn du diese Beschwerden schon immer hattest,trifft es ziemlich sicher zu.

  7. Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel. Ich kann mich an vielen Stellen so gut damit identifizieren. Und er hilft mir, besser zu akzeptieren, dass ich immer wieder die Hilfe meines Mannes in Anspruch nehmen muss, weil es mir einfach zu viel wird.
    Dass ich vom Frühstücks- oder Abendbrottisch aufstehen und einen Moment für mich sein muss, weil gerade die gemeinsamen Mahlzeiten für mich zu viele Eindrücke bieten. Und dass ich abends so platt bin, dass ich kaum das Zu-Bett-Bringen hinbekomme. Oder auch meine Kinder anschreie, weil mir gerade alles über den Kopf wächst.
    Schön, dass ich nicht allein bin.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Kathrin, danke für deine ehrlichen Worte. Es ist doch gut, wenn man weiß, was eigentlich mit sich los ist, oder? Ohne das jetzt als Ausrede darstellen zu wollen. Aber ich finde man kann damit dann doch ganz anders umgehen und eben vom Tisch aufstehen, ohne sich falsch zu fühlen. Du bist auf keinen Fall alleine. Sieh dir diese vielen Kommentare zum Thema an, ich bin selber etwas geflashed 🙂

  8. Bis zu dem Punkt „Hochsensibilität“ habe ich mich in deinem Artikel wiedererkannt. Das war aber auch der Punkt (und jetzt nicht falsch verstehen), an dem ich mit den Augen gerollt und mich geärgert habe. Denn ich dachte gerade: „Wow toller und ehrlicher Text!“ Und dann kam wieder diese „Diagnose“, die zurzeit in aller Munde ist. Warum muss man alles zu einer Diagnose – zu einer „Krankheit“ oder einem besonderen „Zustand“ deklarieren? Ich kann verstehen, dass es einem damit vielleicht besser geht, wenn man etwas benennen kann. Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht dann auch hochsensibel bin! Ich weiß nicht einmal, ob es das überhaupt gib – und vielen verschiedenen Studien zufolge – die Medizin anscheinend auch nicht so richtig. Ich bin sensibel. Ich bin oft kraftlos. Ich mag oft auch keine Geräusche oder Menschen und fühle mich oft vom Alltag übermannt. Aber trifft das nicht auf fast alle Mütter oder Väter irgendwann mal zu? Manche eben mehr und manche eben weniger. Jeder ist anders. Manche Menschen sind eben empfindsamer. Und jetzt heißt das eben Hochsensibilität. So wie das vor einigen Jahren bei jedem dritten aktiven Kind ADHS hieß. Jetzt sind alle High Need und/oder hochsensibel. Ich kann das irgendwie nicht mehr hören. Sorry….vielleicht gehört dieser Mini-Rant nicht hierher, weil ich dich nicht persönlich damit angreifen will, sondern das eher für ein gesellschaftliches Problem halte. Ich wünsche dir ganz unabhängig davon ganz viel Kraft. Ich danke dir für den Artikel…den ich eigentlich echt spitze fand.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Karoline, danke für deinen Kommentar. Es ist doch schön, wenn du ehrlich bist. Ich denke da ist etwas in dir hochgebrodelt, was länger schon vor sich hin geköchelt hat, oder? 😉 Bei Hochsensibilität gibt es, ganz im Gegensatz zu ADHS, keine Diagnose, weil es sich nicht um eine Krankheit handelt.
      Es liegt mir sehr am Herzen das Thema in die Welt zu tragen, auch wenn so mancher davon das Kotzen bekommt 😉
      Die Hochsensibilität ist übrigens einer meiner Schwerpunktthemen auf dem Blog, vielleicht hast du ja Lust dich näher damit auseinander zu setzen und zu spüren, dass es weder eine Ausrede noch Angeberei ist.
      Mein Text kann übrigens ganz losgelöst von Alter, Wesensart, Anzahl der Kinder usw. gesehen werden.

    2. Hallo Karoline, ja,den Eindruck habe ich auch gelegentlich,zumal HS nur zutrifft, wenn alle Symptome auftreten.Mein Mann ist es,mein Schwiegervater auch.Übelkeit auf Koffein, Sirenen, Züge( im Zug oder im Bahnhof), flliegen wird nicht ertragen,laute cafes gehen nicht,er trägt immer Geräuschblocker.geruchsempfindlich bis zur Übelkeit.versonnen,perfektionistisch bis zum verbrennen.Berührungsempfindlich.Schlafen schwierig.etc etc.unser Sohn zeigt bis dato keine Tendenz, doch er bringt seinen Vater schon allein durch fröhliches kreischen oder umarmt werden wollen an die Grenzen.

  9. Danke für diesen tollen, ehrlichen Artikel!!!! Mir geht’s genau so ich habe erst ein Kind. Und ich liebe sie abgöttisch, sie ist unser lang ersehntes Wunschkind. Aber ganz ehrlich ich bin die meiste Zeit auch saft und kraftlos obwohl sie ein wunderbar liebes Kind ist. ABER die Nächte sind der Knackpunkt bei uns… Der Grund meiner absoluten Kraftlosigkeit. Sie ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate alt und genau so lange habe ich noch keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen oder überhaupt mehr als 3 Stunden am Stück ( wobei ich bei 3 Stunden am Stück schon Glück haben muss ). Sie wacht pro Nacht zwischen 3 bis 8 Mal auf. Also ich muss meist stündlich raus weil sie schlimm weint. Diese Umstände machen mich oft wahnsinnig, einfach vor Müdigkeit und Kraftlosigkeit tagsüber bei mir….und doch lebe ich noch und funktioniere. Ich bin also auch über mich selbst hinaus gewachsen und tue es weiter jeden Tag. Ich war früher ein Mensch der unter 8-10 Stunden Schlaf nicht klar kam und auch sonst brauchte ich viel Zeit für mich. Das man das als Mutter so gut wie gar nicht mehr hat, hätte ich mir nicht träumen lassen Fazit alles ist anders, aber es ist toll und ich bin dankbar für Alles. Denn wie du schon sagst, wäre ich keine Mutter geworden, hätte ich nie erfahren zu was ich fähig bin und wieviel Kraft trotz allem in mir steckt ❤ Danke

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Melli, danke für deinen lieben Kommentar! Ich freue mich, dass du erkennst, was in dir steckt!! <3 Wacht deine Tochter aus einem dir erkenntlichen Grund auf?

      1. Nein leider Weis ich nicht genau weshalb sie so oft aufwacht… Alles nur Spekulation. Aber ich denke sie verarbeitet nachts viel und träumt davon. Sie war schon immer ihrem Alter vorraus und hat alles wie ein Schwamm aufgenommen was um sie herum passiert bzw sie lernt wahnsinnig schnell. Auch sprachlich ist sie total weit. Sie spricht seit sie 1,5 Jahre alt ist schon in kompletten Sätzen. Jeder Arzt staunt immer wenn er sie hört aber wie gesagt ich glaub da sie so lernfähig ist und alles aufsaugt, hat sie nachts ganz schön was zu verarbeiten… Ich denke das ist vielleicht nen großer Punkt weshalb sie so unruhig ist.

  10. Lieben lieben Dank für deinen Bericht!
    Auch ich bin Mama einer kl Tochter und habe erst kürzlich erkannt/erfahren das ich hochsensibel bin. Nun stehe ich am Anfang des Weges den du wohl schon weiter gegangen bist.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Miriam, das ist doch schön, dass du den ersten Schritt gegangen bist! Das ist bekanntlich der schwerste! 🙂

  11. Hallo, ja mir ging es ähnlich. Ich bin durch meinen Sohn die geworden, die ich sein soll. Ich hab mich selbst gefunden und wir leben danach. Mein Sohn und ich sind beide HSP, das ist nicht einfach, zudem darf es aber auch nicht langweilig werden. Diese Balance zu finden eine tägliche Herausforderung. Mit einer guten Kita mit viel Auslauf und einer 4Tagewoche, läuft es nun wunderbar. Die wichtigsten Punkte wie Ruhe für Essen und immer ausreichend Schlaf dürfen nie vergessen werden. Mein Sohn ist gerade 4 geworden und ist gerade 4 geworden und er hat eine zufriedene Mama, die sich nicht mehr fragt, was ob sie was falsch macht, sondern um den Unterschied weiß. Mein Sohn hat mich zu mir selbst geführt. Ich bin glücklich und stolz.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Schön, dass du den Weg zum Glück gefunden hast!! <3

  12. Sehr schöner Artikel. Ich habe meiner Kinder zwar später bekommen als du aber bin auch erst durch die Kinder auf meine Hochsensibilität gekommen (weil ich wegen meiner Tochter in die Richtung recherchiert habe :-))
    Mich haben die Kinder auch in einer Weise ge- und überfordert wie ich das nicht erwartet hätte. Es ist zu laut und mir fällt es extrem schwer mich von den sehr direkt geäußerten Bedürfnissen von Babys und Kleinkindern abzugrenzen. Aber es wird besser, je größer die Kinder werden. Das erste Jahr mit zwei Kleinen fand ich am schwierigsten…

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Merle, danke für deine lieben Worte! Du hast recht, das sich Abgrenzen fällt mir bisweilen auch sehr schwer. Ich reagiere da auch sehr stark. Je älter, desto einfacher – auf jeden Fall! Wobei wir zwischen 2,5 und 3,5 Jahren eine sehr anstrengende Phase durchlebt haben. Aber man lernt ja auch damit umzugehen =)

      1. Oh ja, die Phase habe ich grade mit meinem zweiten Kind… extrem anstrengend, aber für mich trotzdem noch besser zu ertragen als Babygeschrei. Dem kann ich irgendwie nichts entgegen setzen, aber das ist ja bei jedem anders.
        LG

  13. Danke für den schönen Text – den hätte ich quasi selbst schreiben können, so sehr finde ich mich darin wieder. Ich habe eine 18 Monate alte Tochter und bin auch erst im letzten Jahr auf den Gedanken gekommen, dass ich hochsensibel bin. Die Überlegungen gingen dann von postnataler Depression bis sonst wo hin, aber dein Text hat mir jetzt den Anstoß gegeben, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen. Das ich nämlich keine Depression hatte habe ich früh gespürt, aber ich wusste nicht ganz was es sonst sein kann.
    Jetzt beschäftige ich mich seit zwei Tagen mit dem Thema, lese das Buch Hochsensible Mütter von Brigitte Schorr und habe bereits das Gefühl das mir so viele Gedanken, Erfahrungen und Gefühle der ganzen letzten Jahre (nicht nur seit meine Kleine da ist) so viel klarer geworden sind.
    Vielen Dank also für den Anstoß 😉
    Liebe Grüße!

  14. […] Ich litt an postnatalen Depressionen, wie ich heute, ganz im Gegensatz zu damals, weiß. Von meiner Hochsensibilität habe ich erst nach der Geburt von H1 erfahren. Und weil mich das Leben als hochsensible Mutter so umgehauen hat, war ich oft verzweifelt. In meinem Kopf kreisten die Gedanken: Kann ich als hochsensible Mutter eine gute Mutter sein? Wie tanke ich meine Energie wieder auf? Warum kann ich nicht die Mutter sein, die ich immer sein wollte? Hätte ich überhaupt Mutter werden sollen? […]

  15. Hallo
    Ich bin gerade über diesen Text gestolpert… 🙂 ich bin auch mit 25 Mama geworden. Nun werde ich 31 und wir haben 4 Kinder. Wegen meiner ältesten Tochter und durch eine Freundin bin ich auf das Thema Hochsensibilität gekommen und habe dann durch einen Test bemerkt, dass ich da ja auch ziemlich dazugehöre. Für mich ist das Leben als Mama von 4 Kids eine grosse Herausforderung und bringt mich oft total an meine Grenze. Werde sicher noch etwa weiter in deinem Blog schmöckern! Danke 🙂

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Annika, das ist ja toll. Vielen Dank für deinen Beitrag. Es ist doch großartig, dass du als hochsensible Mama vier Kinder hast <3 Das ist sicher eine große Herausforderung, das kann ich gut nachempfinden. Allerdings mit vier Kindern in kurzem Abstand sicher noch mal was ganz anderes als ich mit meinen zweien 😉
      Mich hat es aber auch viel Kraft gekostet mich selber zu verstehen in der Rolle als hochsensible Mutter. Inzwischen kann ich damit gut umgehen, biete in Kürze sogar Coachings für hochsensible Mamas an, weil mir das Thema sehr am Herzen liegt.
      Schau dich gerne hier um, ich freue mich 🙂

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