Interview mit der Autorin Katrin Michel zum Buch „Mama werden, Mama sein“ – Meditation für Schwangere und junge Eltern

„Mama werden, Mama sein“ heißt Katrin Michels neues Buch, das viele wunderschöne Meditationen für werdende und frisch gebackene Eltern beinhaltet.
Ich selber habe in meiner ersten Schwangerschaft täglich meditiert und habe es als unheimlich wohltuend empfunden. Geführte Meditationen für Schwangere konnte ich damals nicht finden. Umso mehr freue ich mich darüber, dass Katrin mit ihrem Buch Abhilfe schafft. Denn diese kleinen Momente, die man als werdende Mutter in völliger Entspannung verbringen kann, in denen man sich ganz auf sich und das Baby konzentrieren kann, sind einfach himmlisch und schaffen eine tiefe Verbindung zum Ungeborenen.

Dass Meditation auch während der Geburt sehr effektiv und entspannend sein kann, zeigen bereits viele Konzepte.

Ebenso in der ersten Zeit mit Baby, die so zauberhaft und aufregend ist, unterstützt die Meditation in sich hineinzuhören. Leider habe ich in der ersten Babyzeit das Meditieren außer Acht gelassen und bereue es sehr, denn ich bin sicher, das hätte mir gerade in dieser Zeit sehr gut getan. Gerade in dieser so wandelbaren Zeit, in der ich die Entspannung dringend gebraucht hätte, habe ich darauf verzichtet.

Das Buch „Mama werden, Mama sein“ hält ebenso Meditationen für die erste Zeit mit Baby bereit, wie zum Beispiel eine Meditation zum Stillen oder zum zahnenden Baby. Mein Gott, wie hätte ich das damals verschlungen! 😉

Weil mir die Meditation am Herzen liegt, habe ich mich riesig gefreut, dass sich die Autorin Katrin Michel Zeit für ein paar Fragen genommen hat, die ich ihr gestellt habe. Ihre Antworten teile ich hier mit euch:

Würdest du dich für meine Leser kurz vorstellen?

Ich bin Katrin, 33 Jahre alt und lebe nun schon seit knapp 5 Jahren mit meinem Mann und meinen beiden Söhnen in der wunderschönen Hansestadt Hamburg. Eigentlich bin ich Biologin, allerdings arbeite ich heute in Kindertagesstätten und vermittele dort am Vormittag meine Begeisterung und Liebe zur Natur an Hamburger Vorschüler. Meine beiden Jungs halten mich dann am Nachmittag auf Trab und ich liebe es Mutter zu sein. Es ist für mich das größte Glück den beiden beim Wachsen und Großwerden zusehen zu dürfen und mitzuerleben, wie sie sich ihre Welt erschließen. Mama zu sein hat mein gesamtes Leben komplett verändert und auch wenn es manchmal anstrengend ist, füllt es mich ganz aus. Die Idee mein eigenes kleines Label kamija zu gründen, steht auch damit direkt in Zusammenhang. Zwei CD-Sets für die werdende und frischgebackene Mama sind bereits von mir produziert worden und nun ist das Buch „Mama werden, Mama sein“ frisch auf dem Markt. Manchmal kann ich es selbst kaum glauben, was ich schon alles geschafft habe und bin dankbar und stolz darauf. Denn auch kamija beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen, erfüllt mich mit Freude und dem Eifer weiter zu machen.

Wann hast du die Meditation für sich entdeckt? Hast du die Meditation auch in deinen Schwangerschaften erleben dürfen?

Meditationen und Entspannungsübungen haben mich schon während meines Studiums begleitet. In aufregenden Zeiten brauche ich einfach einen Ausgleich um zur Ruhe zu kommen, das Gedankenkarussel für einen Augenblick einmal abzustellen und zu mir zu kommen. Während meiner beiden Schwangerschaften habe ich Meditationen gesucht, die diesen aufregenden Lebensabschnitt begleiten. Da ich nicht so recht fündig wurde, habe ich mich selbst auf den Weg gemacht, recherchiert und die ersten Meditationen geschrieben, die ich mir dann selber eingelesen und angehört habe. Am Ende meiner zweiten Schwangerschaft war dann sogar die CD „Momente für dich und dein Baby“ da und so konnte ich wenigstens ein paar Wochen, meine Meditationen professionell eingelesen täglich hören.

Kannst du beschreiben, warum Meditationen so wohltuend sind?

Für mich sind Meditationen Ruheinseln in meinem doch oft hektischen Alltag. Ich bin ein Mensch, den Erlebtes oftmals nicht loslässt. Somit brauche ich immer wieder Zeit für mich um einmal abzuschalten, loszulassen. Und genau hierbei helfen mir Meditationen. Ich bekomme so den Kopf frei, lasse mich auf Erholung der Seele ein und komme so zu einer inneren Ruhe aus der ich ganz viel Kraft schöpfen kann.

Hast du eine besondere Anekdote oder ein Erlebnis, das schildert, welche Wirkung Meditation haben kann?

Als ich mit meinem Mann nach Köln gefahren bin, um die Texte von „Momente für dich und dein Baby“ professionell einlesen zu lassen, war das ein ganz besonderer Augenblick für mich. Im Tonstudio waren außer der Sprecherin Christina Puciata und mir nur Männer anwesend. Als wir die vorletzte Meditation eingelesen habe, sagte der Mann am Mischpult: „Irgendwie fühle ich mich gerade, als sei ich eine Frau und hochschwanger“. Das beschreibt in einer sehr lustigen Art und Weise die Wirkung von Meditation.

Ich selber meditiere schon seit lange vor der Geburt unseres ersten Kindes. Meditation in der Schwangerschaft war für mich also ganz natürlich und wichtig. Das geht sicher nicht allen werdenden Mamas so. Wie können wir es schaffen, dass noch mehr (werdende) Mütter Zugang zum Thema Meditieren finden?

Ich denke, dass es hierbei eine ausschlaggebende Rolle spielt, überhaupt Meditationstexte zu haben, die auf Schwangere und auch frischgebackene Mütter zugeschnitten sind. Texte, die authentisch genau das abbilden, was man in diesem Abschnitt des Lebens spürt, was eine beschäftigt, welche Ängste man vielleicht als Frau auch hat. Das alles kombiniert mit Hintergrundwissen und einer schönen Ästhetik kann Aufmerksamkeit erregen und dazu hinwirken, Meditationen einmal auszuprobieren. Durch diese Ansätze wird Meditation von Esoterik entkoppelt, denn ich denke, dass viele Menschen genau das mit Meditation verbinden. Durch das Buch „Mama werden, Mama sein“ kann genau das möglich gemacht werden. Einen neuen Zugang zur Meditation zu schaffen und zu finden.

Meine zweite Schwangerschaft endete mit einem geplanten Kaiserschnitt. Denkst du, Mediation kann auch zur Vorbereitung auf einen Kaiserschnitt hilfreich sein?

Das denke ich ganz gewiss. Ein Kaiserschnitt ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema. Auch ich stand während der Geburt meines ersten Sohnes kurz vor einem Kaiserschnitt. Ich weiß noch genau, wie sich die Mitteilung der Hebamme damals angefühlt hat. Als Vorbereitung auf ein solch durchaus mögliches Ereignis kann eine Meditation auf jeden Fall sinnvoll sein. Aber ich denke auch, dass es eine wunderbare Möglichkeit ist, einen Kaiserschnitt aufzuarbeiten. Viele Frauen, gerade wenn der Kaiserschnitt nicht geplant war, haben mit den Folgen eines Kaiserschnitts emotional aber auch körperlich stark zu kämpfen. Und genau da kann eine Meditation in meinen Augen ein guter Helfer sein. Deshalb kommt im Buch auch eine Meditation zum Thema Kaiserschnitt vor.

Wie können (werdende) Väter in die Meditationen eingebunden werden? Würden die Mediationen auch den Vätern gut tun?

Es erreichen mich tatsächlich viele Rückmeldungen, vor allem zu meinen CDs, wo genau das von den werdenden Mamas und Papas ausdrücklich gewünscht wird. Ich denke, dass Interesse gegenüber Meditationen ist bei vielen Männern da. Deshalb finde ich es umso schöner, dass es nun auch das Buch „Mama werden, Mama sein“ gibt. Der Titel verrät es zwar nicht in diesem Sinne, aber ich würde mir wünschen, dass viele Paare es als Anlass nehmen, die Meditation gemeinsam zu erleben. Denn was gibt es Schöneres als Schwangere vom eigenen Partner vorgelesen zu bekommen und sich dabei zu entspannen. Also die Texte sind ausdrücklich dazu gedacht, dass sich Paare zusammen Zeit nehmen um gemeinsam zum Baby hinzuspüren. Nicht zu vergessen ist die Meditation für den frischgebackenen Papa. Hier können die Rollen dann getauscht werden und die Frau liest dem Mann die Meditation vor.

Glaubst du, die Entspannung, die eine werdenden Mutter bei einer Meditation erfährt, könnte sich auch auf das ungeborene Kind übertragen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass eine tiefe Verbindung zwischen dem ungeborenem Kind und der Mutter besteht. Das Baby im Bauch bekommt die Emotionen und die Gefühlslage der Mutter durch seine feinen Antennen ganz genau mit. Umso wichtiger ist es, gerade in der Schwangerschaft ausgeglichen und entspannt zu sein. Das geht natürlich nicht immer, aber durch Meditationen kann man diese Momente herbei führen. Man kann bewusst zu seinem Kind hin spüren, ihm Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Wärme, Zuneigung und Vertrauen schicken. Viele Frauen berichten, dass sich ihr Baby genau in diesen Momenten der innigen Zweisamkeit oft bewegt und so habe auch ich es in meinen Schwangerschaften wahrgenommen. Ich denke, dass wenn es der Mutter gut geht, es auch dem Baby an nichts fehlt und genau das kann Meditation leisten. Einen Moment der Ruhe, der Zweisamkeit und des Friedens.

 

Liebe Katrin, ich danke dir für deine Antworten! Ich wünsche mir sehr, dass viele (werdende) Eltern die Meditation für sich entdecken. Es ist toll, dass es dank dir endlich „maßgeschneiderte“ Meditationen für genau diesen wunderbaren, aufregenden Lebensabschnitt gibt!

Falls euch Katrins Buch genauso interessiert wie mich, könnt ihr es nun auch bei amazon bestellen:

Nutzt ihr die Kraft der Meditation bereits für euch? Habt ihr bereits Erfahrung mit Meditation in der Schwangerschaft oder Babyzeit gemacht? 

Meine Beiträge rund um die Schwangerschaft findet ihr übrigens hier. Dort gibt es auch die To-Do-Listen für alle Schwangerschaftstrimester sowie den Geburtsplan für einen Kaiserschnitt.

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