Tipps für den Alltag als hochsensible Mutter

Tipps für den Alltag als hochsensible Mutter

Der Alltag erscheint hochsensiblen Müttern oft herausfordernd. Die schwierige Eingewöhnung im Kindergarten, das schreiende Baby oder die permanente Fremdbestimmung. All das nimmt uns mit und beschäftigt uns. Heute habe ich einige Tipps, die dir den Alltag als hochsensible Mutter etwas erleichtern sollen zusammengetragen.

Überidentifizierung?

Du kannst dich um dein Kind kümmern und sorgen, aber ihm das Leben nicht abnehmen. Es darf seine eigenen Erfahrungen machen. Es hat ein Recht darauf, sein eigenes Leben zu leben. Erinnere dich daran, dass deine eigenen Kindheitserfahrungen dir gehören und dein Kind möglicherweise ganz anders empfindet. Eine Situation, die du als unerträglich empfindest, muss nicht zwangsläufig auch für dein Kind unerträglich sein. Achte darauf, deine Gefühle nicht auf dein Kind zu übertragen und ihm damit das Leben schwer zu machen. Es ist schön, dass du deinem Kind Verständnis entgegen bringst, aber es gibt auch ein „zu viel“.

Schenk dir Akzeptanz

Wünschst du dir mehr Anerkennung und Akzeptanz? Hast du das Gefühl, dass deine Anstrengung und Mühe nicht ausreichend wertgeschätzt wird? Hochsensible Menschen sind in dieser Beziehung oft „unersättlich“. Lob und Komplimente können dir vielleicht nicht die Anerkennung schenken, die du brauchst.Die Mühe, die dich der Alltag kostet, kann niemand außer dir selber nachempfinden. Und deshalb: Schenke dir die Akzeptanz und Anerkennung, die du dir wünschst selber. Lobe dich. Jeden Tag!

Adieu, Perfektionismus!

Vielleicht hast du (gleichzeitig) das Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen. Die Küche ist nicht aufgeräumt, die Betten nicht gemacht, die Wäsche stapelt sich. Erinnere dich daran, dass das Leben mit Kindern auch chaotisch sein darf. Für deinen (vielleicht sehr ausgeprägten) Perfektionismus ist hier kein Platz. Du hast dich, statt dir die Zeit in der Küche zu vertreiben, vielleicht deinem Kind etwas vorgelesen. Du hast den Wocheneinkauf erledigt. Oder du hattest einen schwierigen Abschied im Kindergarten, von dem du erst einmal Abstand gewinnen musstest und es dir mit einem Kaffee auf dem Sofa gemütlich gemacht hast.

Das alles ist okay. Du tust was du kannst. Auch wenn du gerne alles auf einmal haben möchtest, tu eins nach dem anderen und beginne mit dem, was dir wichtig ist. Egal ob das die unordentliche Küche oder eine Vorlesestunde ist. Setz dich nicht unnötig unter Druck. Du bist keine schlechte Mutter, nur weil du nicht alles perfekt machst. Eine Mutter, die alles perfekt macht, ist ja auch nicht automatisch eine gute Mutter, richtig?

Ist das mein Problem?

Hinterfrage dich: Wessen Problem ist es, das mich gerade beschäftigt? Als hochsensible Mama neigst du vielleicht auch dazu, dich (zu) sehr um andere Menschen zu sorgen. Das bedeutet jedoch häufig auch Ballast mit dir herum zu tragen, für den du nicht ausreichend Kraft besitzt. Schone deine Kraft, du brauchst sie. Leg den Ballast ab, denn du kannst dich nicht um alle(s) kümmern. Nutze deine freigewordene Kraft und widme dich deiner Person.

Du, der Baum

Leg dich am Abend gemütlich und in Ruhe aufs Sofa. Schließe dieAugen und stelle dir vor, du bist ein alter, starker Baum. Tief verwurzelt und durch nichts erschütterbar.

Dieser Gedanke hilft dir dabei dich in überwältigenden Situationen nicht überrumpeln zu lassen. Du fühlst dich stark, bist der Außenwelt „gewachsen“ und drehst dich nicht wie ein Fähnchen im Wind.

Ein Hoch auf die Hochsensibilität

Du darfst deine Hochsensibilität akzeptieren, sie willkommen heißen. Ich weiß, es ist nicht immer einfach. Das Leben als hochsensible Mutter ist anstrengend und die ewige Fremdbestimmtheit kann unerträglich wirken. Aber du brauchst nicht zu kämpfen. Die Zeit nimmt von alleine ihren Lauf. Versuche, die Hochsensibilität positiv zu sehen und dich ihr zu öffnen.

 

Möchtest du mehr über hochsensible Kinder lesen? Tipps für den Umgang mit hochsensiblen Kinder.

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2 Kommentare

  1. Svenia sagt: Antworten

    Die Fremdbestimmung ist tatsächlich unerträglich. Ich habe soviel Tränen deswegen geweint und mich so allein damit gefühlt. Und mich geschämt deswegen.

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Svenia, das ging mir ähnlich. Wie stark und einschneidend diese Fremdbestimmung sein kann, weiß man eben auch erst, wenn man dann tatsächlich Mama ist. Wenn es dann keinen Ausgleich und keine Unterstützung gibt, wiegt die Fremdbestimmung aus meiner Sicht noch stärker. Ich hoffe du hast einen guten Weg für dich gefunden damit umzugehen?
      Liebe Grüße Jil

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