5 Tipps für den Urlaub mit einem hochsensiblen Kind

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Der Urlaub mit einem hochsensiblen Kind kann der absolute Traum sein, genau so kann er (bei falscher Planung) zum Albtraum werden. Mit unbekannten Situationen und fremden Umgebungen tun sie sich mitunter schwer. Von Erholung kann dann keine Rede mehr sein. Umso wichtiger ist es, sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Thema Urlaub zu beschäftigen.

Wir haben nun schon ein paar größere Reisen mit Max hinter uns und ich gebe zu, die ersten beiden Reisen waren aufgrund meiner naiven Planung holprig bis anstrengend. Mit seinen inzwischen fünf Jahren versteht er nun natürlich schon recht viel und freut sich riesig, wenn es in den Urlaub geht. Ich lerne jedes Jahr dazu und inzwischen unterliegt jede Urlaubsplanung einem allgemeinen Grundsatz, der lautet: Unnötigen Stress vermeiden.

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Damit der Urlaub für alle zu einem schönen Erlebnis werden kann, halte ich mich außerdem hieran:

Tipps für den Urlaub mit einem hochsensiblen Kind

  • Input begrenzen
    Achte darauf, dein Kind nicht zu überreizen. Das Klima, die Unterkunft und die Umgebung sind vielleicht schon genug. Lass dein Kind sich etwas daran gewöhnen und vermeide Überreizung durch ständig andere Aktivitäten. Hochsensible Kinder lieben Gewohnheit und Vertrautes ganz besonders, auch im Urlaub. Wähle mögliche Ausflugsziele im Urlaub daher mit Bedacht und zeitlichem Abstand zueinander. Wenn es eine leckere Eisdiele um die Ecke gibt, prima! Dann besucht diese doch häufiger anstatt jedes Mal wo anders hinzugehen.
  • Vertrautheit schaffen
    Welche Gegenstände könnten deinem Kind im Urlaub ein heimisches Gefühl geben? Ein Kuscheltier, ein Buch, ein Hörspiel? Kleine vertraute Dinge können helfen ein Stückchen zu Hause mit in den Urlaub zu nehmen. So wird hoffentlich erst gar kein Heimweh entstehen.
  • Kleidungsauswahl treffen
    Hochsensible Kinder haben, wenn sie bereits etwas älter sind, ganz bestimmte Kleidungsstücke, die sie gerne tragen und andere, die sie aufgrund der Haptik meiden. Mach im Urlaub keine Experimente, was die Kleidung angeht. Packe nur solche Kleidungsstücke ein, von denen du weißt, dass dein Kind sie gerne trägt.
  • „Einfaches“ Essen anbieten
    Ähnliches gilt für die Wahl des Essens. Experimentieren kannst du zu Hause. Ein sattes, zufriedenes Kind ist besser als ein hungriges, überreiztes Kind. Wenn dein Kind zu Hause nicht gerne Neues probiert, fordere es im Urlaub möglichst nicht heraus. Wenn es etwas Neues probieren möchte, wird es das von alleine tun. Quetschies, Obst, Früchteriegel und Co. sind leichtes Gepäck (oder lassen sich auch im Urlaub erwerben) und erfüllen ihren Zweck.
  • Tagesrhythmus einhalten
    „Andere Länder, andere Sitten“. Wer schon mal auf Spanischem Festland Urlaub gemacht hat, weiß, wovon ich spreche. Unser Tagesrhythmus ist ein völlig anderer. So verlockend es sein mag, sich dem anzupassen, so schwierig ist es möglicherweise für dein Kind. Halte eure gewohnten Zeiten im Ansatz ein, besonders, wenn dein Kind noch sehr klein ist. Das vermeidet sowohl für dein Kind als auch für euch Eltern eine Menge Stress.

 

Warst du bereits mit deinem hochsensiblen Kind im Urlaub? Hast du Tipps? Wie sind deine Erfahrungen?

xo Jil

 

Mehr von mir? Dann lies gerne hier weiter: „8 einfache Ideen gegen Ärger und Überreizung bei Kindern

2 Kommentare

  1. Ane sagt: Antworten

    Hallo!
    Wir haben schon einige Urlaube mit unser hochsensiblen Tochter hinter uns. Und für meine Tochter (genau wie für mich hochsensibles Persönchen ) ist es sehr wichtig, dass es komplett dunkel ist, wenn sie schlafen soll. Alles was sie noch sehen kann lenkt sie vom Schlafen ab und ein unausgeschlafenes Kind ist für einen erholsamen Urlaub nichts. Leider gibt es an Urlaubsorten nicht immer eine ausreichende Verdunklung. Darum habe ich mal eine Verdunklung gekauft die man mit Saugnäpfen am Festerrahmen oder am Fenster befestigen kann. Damit klappt es eigentlich ganz gut.
    Viele Grüße
    Ane

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Ane, danke für deinen Tipp! Du hast recht, ein unausgeschlafenes Kind im Urlaub ist kein Spaß. Ich habe diese Verdunklungsrollos schon öfter gesehen. Funktioniert das tatsächlich gut?
      Grüße Jil

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