Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

Tipps für eine vegane Schwangerschaft

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon so lange nichts mehr „Veganes“ verbloggt! Also, los gehts!
Obgleich ich felsenfest überzeugt und angetan von der veganen Ernährung bin, so fiel es mir selber wirklich schwer mich in der Schwangerschaft konsequent meiner Einstellung gemäß zu verhalten/zu ernähren. Ich bin während meiner Schwangerschaft also alles andere als eine Vorzeige-Vegan-Schwangere. Leider! Es gibt aber dennoch ein paar Tipps/Erfahrungen, die ich an dieser Stelle gerne mit euch teilen möchte. Allen voran natürlich allen Schwangeren, die sich weiterhin vegan ernähren möchten.

Ich hatte mich so sehr auf meine erste, vegane Schwangerschaft gefreut aber aufgrund der anfänglich starken Übelkeit ist alles anders gelaufen als ich es mir erhofft habe. Meine Ernährung richtete sich plötzlich ausschließlich danach, was ich irgendwie halbwegs sehen und schmecken konnte. Ich hatte den Kühlschrank voll mit leckeren veganen Dingen und konnte nichts, aber wirklich gar nichts damit anfangen. Mir wurde regelrecht übel, wenn ich zum Beispiel meinen geliebten Sesamtofu im Kühlschrank liegen sah.

Mittlerweile kann ich mich weitestgehend wieder vegan ernähren und freue mich sehr darüber.

Informieren, informieren, informieren

Die meisten Veganer, behaupte ich, ernähren sich insgesamt abwechslungsreicher als „Normalos“, machen sich auch mehr Gedanken über ihre Ernährung. Eine Schwangerschaft ist nichts desto trotz eine besondere Zeit und gut informiert zu sein schadet gewiss nicht. Mir selber hat es ein sicheres Gefühl gegeben zu wissen, welcher Nährstoffbedarf sich in der Schwangerschaft erhöht, um darauf auch gezielter eingehen zu können. Ich werde das an dieser Stelle nicht alles aufdröseln, denn es gibt einige Websites, die sich intensiv mit der veganen Schwangerschaft auseinandergesetzt haben und sehr informativ sind:

http://www.peta.de/gesundemama#.VXqKgRPtlBc
http://www.tofufamily.de/gesundheit/vegetarische-vegane-mutter-baby-ernaehrung-guide/
https://vebu.de/presse/pressemitteilungen/1620-vegane-ernaehrung-in-der-schwangerschaft

Femibion, Folio & Co.

Was die Nahrungsmittelergänzung in der Schwangerschaft betrifft, so lassen uns Pharmakonzerne schnell im Glauben, sein Baby nur dann optimal zu versorgen, wenn man täglich teure Ergänzungspräparate schluckt.
Das spiegelt allerdings nicht die Meinung von Fachleuten wieder. Sowohl Ärzte als auch Hebammen haben mir bisher immer wieder bestätigt, dass es – egal ob vegan oder nicht – ausreicht, zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung Folsäure zuzuführen.

Ich selber habe mich öfter beirren lassen, was die richtige Nahrungsmittelergänzung betrifft. Man möchte ja, dass es dem Baby gut geht und wünscht sich eine optimale Versorgung. Das gilt natürlich für uns alle, ob Veganerin oder nicht. Genau mit diesem Wunsch spielen jedoch alljene, die teure Ergänzungsprodukte für Schwangere vertreiben. Wer große Zweifel und Ängste hat, so rate ich dazu sich dennoch ein Präparat zu besorgen. Es muss ja nicht das teuerste sein. Und dennoch möchte ich meinen Körper vertrauen, dass er sich nimmt was er braucht und mir entsprechende Signale sendet.

Meine persönliche Nahrungsmittelergänzung

Ich habe vor und in beiden Schwangerschaften Folio genommen. Außerdem nehme ich, was ich auch vor der Schwangerschaft genommen habe: Vitamin D (wegen bestehendem Mangel) und Vitamin B12. Um genügend Eisen zu mir zu nehmen gibt es auf meinem Brot häufiger mal Zuckerrübensirup. Das habe ich schon als Kind geliebt 🙂 Gegen Ende der Schwangerschaft werde ich wohl wieder Kräuterblut trinken – das klingt schlimmer als es tatsächlich schmeckt und hat mich in der letzten Schwangerschaft tatsächlich vor Eisentabletten bewahrt, obwohl ich schon als Jugendliche mit Eisenmangel zu kämpfen hatte.

Meine Ernährung in der Schwangerschaft

Ich habe gerade zu Beginn der Schwangerschaft wegen der Übelkeit wirklich viel blödes Zeug gegessen 🙁 Einfach das, was gerade ging.
Im zweiten Trimester konnte ich dann wieder mehr auf meine Ernährung achten. Ich esse morgens meist selber gemischtes Müsli mit geschroteten Leinsamen, Chiasamen, gepopptem Quinoa, Haferflocken und frischem Obst. Abends esse ich oft Salat oder Rohkost – gedünstetes Gemüse kann ich gerade gar nicht haben. Dazwischen gibt es so allerhand – auch nicht ganz so Gesundes 😉
Aber ohne Obst und Gemüse geht gar nichts. Das braucht mein Körper gerade total. Wie gesagt, ich selber bin nicht die Vorzeige-Veganmama, die ich gerne wäre. Anfangs hatte ich ein extrem schlechtes Gewissen dabei, mich nicht konsequent vegan zu ernähren und war von mir selber ziemlich enttäuscht. Das schlechte Gewissen hat aber nachgelassen und auch das Bedürfnis nach Nicht-Veganen Lebensmitteln ist größtenteils wieder erloschen. Ich kann mich also wieder mehr den Nahrungsmitteln widmen, von denen ich denke, dass sie meinem Körper gut tun. Yay!

Meine abschließenden, kurzen Worte an alle veganen Mamas und solche, die es werden wollen: Seid gut informiert, aber noch viel wichtiger: Habt Vertrauen in euren Körper. 

One Reply to “Vegane Ernährung in der Schwangerschaft”

  1. […] irgendwie alles dahin. Mir war so unglaublich schlecht und ich berichtete in einem meiner frühen Schwangerschaftsupdates bereits, dass ich plötzlich eine unheimlich Abneigung gegen vegane Dinge entwickelte. Ich konnte […]

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