Vegane Jahre

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Hallo ihr Lieben,

der Beitrag ist etwas verspätet, aber nicht veraltet 😉

Im Januar blickte ich auf zwei (mehr oder weniger) vegane Jahre zurück. Im Januar 2014 begann ich mich vegan zu ernähren. Aus purer Überzeugung. Ich startete mit Attila Hildmanns „Vegan for Youth“ und war extrem begeistert. Im Gegensatz zu meinem Sohn, der dem, was ich da plötzlich kochte wenig abgewinnen konnte. Zugegeben, was ich da kochte war nicht sonderlich familienfreundlich. Ich begann also für ihn separat zu kochen. Ja, ziemlich zeitintensiv war das alles. Und überhaupt nicht kompatibel mit meinem Alltag.

Ich veränderte meine vegane Ernährung. Probierte mich auch durch sämtliche vegane Artikel aus Biomärkten, Veganz und Onlineshops. Es wurden andere Rezepte probiert, von denen ich auch heute noch viele gerne koche.

Im Laufe des Jahres stellte sich dann heraus, dass ich eine Kuhmilchunverträglichkeit und eine Sojaallergie habe. Fantastisch! 😉

Gegen Ende 2014 begann meine Ernährungsweise etwas einzureißen. Nicht, dass ich nicht weiterhin absolut überzeugt vom Veganismus war, sondern einfach weil mich ab und an die Lust auf etwas „Normales“ packte. Weil ich beim Zubereiten der Speisen mal nicht denken wollte. Das war total erleichternd, aber auch anstrengend, wo ich im Kopf weiterhin überzeugte Veganerin blieb.

Als ich Anfang 2015 schwanger wurde, war dann irgendwie alles dahin. Mir war so unglaublich schlecht und ich berichtete in einem meiner frühen Schwangerschaftsupdates bereits, dass ich plötzlich eine unheimlich Abneigung gegen vegane Dinge entwickelte. Ich konnte keinen Seitan mehr sehen, von Haferdrink ganz zu schweigen. Ich wollte Joghurt, und zwar Kuhmilchjoghurt. Unverträglichkeit hin oder her, der musste es (übrigens bis zum Ende der Schwangerschaft) täglich sein. Ich vertraute auf meinen Körper und seine Signale. Auch wenn ich mir eine völlig vegane Schwangerschaft gewünscht und mich darauf gefreut hatte – so war es eben nicht ganz.

Dennoch habe ich nach wie vor eine ziemliche Abneigung gegen Fleisch und Milch.

Nun, zwei Jahre später, habe ich für mich die perfekte Art der Ernährung nach vielen Auf und Abs und mit Unterbrechungen gefunden. Ich koche zu Hause (mit Ausnahmen) vegan für die ganze Familie. Meinen Kaffee trinke ich mittlerweile auch wieder mit Pflanzendrinks. Sind wir eingeladen, bringe ich entweder etwas Veganes mit oder esse/trinke, was es dort gibt.

Vegan anyone? Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr Kinder und essen sie eure veganen Gerichte mit? (Ich kenne leider echt wenige VeganerInnen und würde mich über Austausch freuen 🙂

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9 Kommentare bei „Vegane Jahre“

  1. Hallo Jil!

    Schön, dass du so ehrlich und offen darüber schreibst, dass es dir nicht immer leicht gefallen ist, vegan zu bleiben. Das finde ich sehr bewundernswert.

    Übrigens: hier! Ebenfalls Veganerin! 🙂

    Ich bin zwar keine Mutter und auch noch nicht so lange „dabei“ – aber mit ganzem Herzen überzeugt vom pflanzlichen Leben.
    Bezüglich der Kinder kann ich da leider nicht so gut mitreden – doch ich bin überzeugt, dass es viele Gerichte gibt, die vegan sind und gleichzeitig den Kleinen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen (wobei sich das natürlich auch leicht sagt, wenn man selbst keine Kleinen zu versorgen hat…).

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. Hi Jenni,
      juhu, Veganerin! 😉
      Werde mich mal auf deinem Blog umsehen!

      Danke für deinen Kommentar!

  2. hallo!
    mein mann und ich ernähren uns bzw. leben seit mittlerweile 5 jahren vegan. den ein oder anderen ‚fehltritt‘ haben wir uns natürlich auch geleistet, oft aus unwissenheit, manchmal aus blindem vertrauen oder unachtsamkeit.
    für uns war es nach ausreichend recherche ziemlich eindeutig, dass wir diesen lebensstil beibehalten würden. ich würd sagen, wir haben uns auch ziemlich schnell ans vegane kochen gewöhnt und für mich persönlich stellte es nicht so eine herausforderung dar, wie viele es beschreiben. einige gerichte gelingen vielleicht nicht so gut zb ohne ei, aber das ließ mich nicht verzweifeln.

    in meinr derzeitigen schwangerschaft ernähre ich mich auch komplett vegan und mir geht es wirklich super! hatte auch nie gusto auf tierische produkte, ich glaube, dafür hat sich der veganismus schon zu sehr in meinem hirn festgesetzt 😉

    ich denke, wenn du im herzen überzeugt davon bist wird es kein problem für dich sein, dich vegan zu ernähren. wichtig finde ich, dass man es nicht zu dogmatisch sieht und sich bei ‚ausrutschern‘ nicht selbst verurteilt. jeder sollte mit dem tempo an das thema rangehen, dass für sie/ihn passt!!

    alles gute, greets cao

    1. Hi Cao, das Dogmatische ist finde ich auch, immer etwas problematisch. Deshalb nehm ich das nicht so streng und denke mir, dass jeder Tag wichtig ist.

      Danke für deinen Kommentar!

  3. Liebe Jil! VOll entspannt wie Du über das Thema schreibst, ich kenne nämlich immer nur entweder oder – überzeugte Fleischfresser oder strengst Veganste! Ich vertrage selbst keine Laktose und kein Kuhmilcheiweiß, meine Kinder zum TEil auch nicht, aber ich gehe auch entspannt damit um, wieso sollte ich Ihnen Ihren Schkokhasen verbieten? Die Kinder merken eh von allein, was für Lebensmittel sie gut vertragen. Wir reden halt viel darüber. LG Verena

    1. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Liebe Verena, man muss denke ich einfach einen gesunden Umgang für sich finden, egal worum es geht. Ich möchte selber auch niemanden bekehren. Mich freut es einfach, wenn sich Menschen dem Veganismus widmen. Dieses dogmatische Gehabe ist da keinenfalls förderlich, finde ich jedenfalls.
      :* Jil

  4. Hallo Jil, dieser Artikel ist ja schon etwas älter, vielleicht stoße ich beim weiteren Durchstöbern deines Blogs ja darauf, wie es aktuell bei euch läuft… Ich habe zwei Zwerge, 3,5 und 1, die ich -wie es so schön heißt – „aß vegan aß possible“ ernähre… D.h. Der kleine futtert bei mir/uns alles vegane mit und hat auch noch recht wenig Berührungspunkte mit Unveganem, der große hat natürlich schon nen großen eigenen Willen und unvegane Freunde; ich handhabe es so, dass ich nur vegan zubereite und kaufe, was er woanders ißt, ist seine Verantwortung, wobei ich natürlich -auch weil er fragt – Stück für Stück und (versucht) altrrsgerecht erkläre, warum ich Unveganes nicht unterstützen mag. Aber beim Kindergeburtstag zB nehme ich zwar veganen Kuchen o ä. mit, wenn er aber vom Unveganes Essen etwas möchte, ißt er das. Ich bin gespannt, wie sich seine Entscheidungen mit wachsendem Alter und Verständnis entwickeln.
    PS, zuhause gibt es einige Klassiker, die er besonders gern mag und daher ist hier vegan kein großes Problem, zB Lasagne geht immer ;-D

    1. Huch, da hat Autokorrektur Abt einige Fehler versteckt :-0
      Meine natürlich as vegan as possible 😉

    2. vonherzenundbunt sagt: Antworten

      Huhu, ich danke dir für deinen Kommentar! Das ist doch super, wie du das angehst. Ich jedenfalls finde es so am sinnvollsten und nachhaltigsten. Ich koche zu Hause nach wie vor zu 90% vegan. Es gibt aber durchaus auch mal etwas Nicht-Veganes. Ich denke jeder vegane Tag zählt. Bei uns ist es auch unterwegs schwierig, so dass ich inzwischen einfach entschieden habe: Zu Hause vegan, unterwegs wenn es geht. Was hast du denn für „Klassiker“ an Essen, die immer gehen, außer Lasagne? 🙂

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